Galerie Christian Lethert
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Daniel Lergon

Umbra | 02.09.2022–22.10.2022

Die Galerie Christian Lethert freut sich, neue Arbeiten des Malers Daniel Lergon zu präsentieren. Der Ausstellungstitel UMBRA dient nicht nur als Hinweis auf das in den Arbeiten als Malgrund verwendete Erdpigment gleichen Namens, sondern ›Umbra‹ bedeutet übersetzt Schatten und diese führen ein facettenreiches Spiel auf den neuen Arbeiten des Künstlers.

Stand bei den letzten Ausstellungen ein einzelnes Farbpigment im Fokus seiner Malerei, öffnet Lergon das Spektrum und verwendet neben Phthaloblau, Dioxazinviolett u.a. auch Indischgelb. Doch die Fragestellungen, mit denen sich der Künstler in seiner Malerei auseinandersetzt, sind nach wie vor relevant. Um das Verhalten von Licht auf bestimmten Oberflächen zu erproben, nutzt er immer wieder verschiedene Malgründe und versucht deren leuchtende oder absorbierende Wirkung im Malprozess auszuloten. Verwendete er in früheren Arbeiten eine vollflächige neongelbe Grundierung, arbeitet er nun mit partiellen Aussparungen und dem Erdpigment ›Umbra‹. Dieses absorbiert und schluckt das Licht, während die weiß belassenen Formen durch den darüber liegenden transparenten Farbfilm hindurchleuchten, es entsteht eine kontrastreiche Interaktion von durchlässigen und opaken Flächen.
Die in mehreren Schichten entstandene Bildoberfläche vereint eine Vielfalt von Farbnuancen, von intensiv leuchtenden bis hin zu dunklen, fast schwarz wirkenden Farbwerten, dabei hat der Künstler wie bei den früheren Arbeiten für den oberen Farbauftrag nur ein einziges Pigment verwendet. Die multi-monochrome Malerei entsteht allein durch das Zusammenspiel von Malgrund und einer abwechslungsreichen malerischen Dichte. Daniel Lergons eigenwillige und abstrakte Form der Malerei, die stets »ohne Titel« auskommt, eröffnet einen deutungsoffenen Raum und eine überwältigende Bildwirkung.

Mit der aktuellen Ausstellung spannt Daniel Lergon einen spannenden Bogen ins Jahr 2011, als er unter dem Titel Antumbra in der Galerie Malereien auf schwarzem Grund präsentierte, auf die er mit unterschiedlich dicht aufgetragenem transparentem Lack verschiedenste Schattierungen von Dunkelheit bannte. (›Antumbra‹ bezeichnet den Bereich hinter dem Kernschatten eines Objektes, während ›Umbra‹ den Kernschatten selbst meint.) Indem Daniel Lergon fortwährend Farbe, Material und die Wechselwirkung von Licht und Oberfläche in seiner Malerei hinterfragt, hat er ein in sich konsistentes und immer wieder überraschendes Werk geschaffen.

Daniel Lergon, geboren 1978 in Bonn, studierte an der Universität der Künste Berlin. Zuletzt waren seine Arbeiten in den Einzelausstellungen Roter Riese, Fuhrwerkswage in Köln-Sürth, 2019 sowie Charged, im Kunstverein Wiesen, 2019 zu sehen. Darüber hinaus waren seine Werke Teil der 7th Mediations Biennale, Warschau, 2020 und der Ausstellung We aim to live, Contemporary Art from the Zuzāns Collection, Zuzeum Art Centre, Riga, 2020.

Auf der Messe The Amory Show sind wir vom 9. bis 11. September mit Werken des Malers Imi Knoebel vertreten (Stand #222). Eine große Präsentation des Künstlers ist derzeit in der Dia Beacon, Beacon, New York zu sehen. Unsere nächsten Einzelausstellungen mit Henrik Eiben und Winston Roeth eröffnen wir am 18. November während der Art Cologne, auf der wir vom 16. bis 20 November ausstellen werden.

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