|
Gereon Krebber - Bohne
Biozentrum Köln
Frühjahr 2008
Für das Biozentrum Köln schlägt Gereon Krebber „Bohne“ vor, welche die Vertikale der Lichtfuge nutzt. Die zweiteilige Skulptur ist schmal nach oben gestreckt, organisch geformt und rund ausgebeult. Die zwölf Meter hohe, geschlängelte Stange des Hauptteils ragt aus einem Loch im Holzboden und windet sich dann bis knapp unter dem dritten Geschoss nach oben. In etwa zwölf Metern Höhe ist die organische Form jäh gekappt. Darüber hängt eine zweite Form, etwas größer im Umfang als die untere Form. Das obere Bauteil hängt oben mit seinem dünnen Stängel über ein vertikales Metallrohr, das zwischen Balkon und Brücke des vierten Stocks gespannt ist. Beide Formen entwickeln ein Spannungsverhältnis: Sie sind verschieden im Durchmesser, scheinen aber dennoch zusammen zu gehören.
Erst von hinten auf der Brücke sieht man, dass sich am oberen Ende überraschend Mulden befinden. Diese konkaven Einwölbungen wirken, als seien dort die Bohnen heraus gefallen. Die Arbeit erhält dadurch einen weiteren Dreh und ist erst aus verschiedenen Perspektiven vollständig zu begreifen.
Möglich wird diese hohe vertikale Konstruktion durch eine extrem stabile und leichte Bauweise um ein Metallrohr, ausgefüllt mit Styropor und überzogen von Acrylharz. Der benötigte Stahlfuß findet bequem in der bauseitig vorgefundenen Betonwanne Platz, der Holzboden erhält ein kleines Loch. Wie eine Straßenlaterne überragt die Skulptur das hintere Ende des Holzstreifens, nimmt diesen zur Bühne und bespielt die außergewöhnliche Höhe der Lichtfuge. Von den ursprünglich geplanten Pflanzen der Betonwanne scheint ein Widergänger sich den Weg gebahnt zu haben.
Gesucht hat Gereon Krebber nach einem Symbol für das, was Thema in dem Gebäude ist. Schon die grüne Farbe der Skulptur setzt einen kontrastreichen Akzent in der neutralen Farbgebung des Gebäudes. Spielerisch und in sich selbstständig, mit Humor und Leichtigkeit soll die Arbeit ihren Bezug frei aufnehmen.
Zum Vergrößern bitte anklicken:
|