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Jorinde Voigt gewinnt "Otto-Dix-Preis 2008"

Kunstsammlung Gera
17.10.2008

Der Otto-Dix-Preis der Stadt Gera geht in diesem Jahr an Jorinde Voigt. Die in Berlin lebende Künstlerin wurde am Freitag in der Bundeshauptstadt von einer sechsköpfigen Jury gekürt. Die Verleihung des mit 20 000 Euro dotierten Preises sei für den 17. Oktober in Gera geplant, teilte die Stadtverwaltung Gera am Freitag mit.

Den Angaben zufolge präsentieren Jorinde Voigt sowie die anderen Kandidaten für den Preis dann in einer gemeinsamen Ausstellung in der Kunstsammlung Gera ihre Werke. Damit solle nicht nur der Auswahlprozess der Jury transparent gemacht, sondern zugleich ein differenzierter Einblick in die jüngere zeitgenössische Kunstentwicklung ermöglicht werden, hieß es.

Der Dix-Preis wird für junge Künstler im deutschsprachigen Raum ausgelobt und will junge Gegenwartskunst unterstützen, "die engagierte Zeitnähe mit reflektiertem Selbstbewusstsein verbindet, dem originären künstlerischen Ausdruck verleiht und sich gängigen Rezeptionsmustern entzieht".

Die 1977 in Frankfurt am Main geborene Jorinde Voigt studierte Philosophie und Neue deutsche Literatur in Göttingen, Soziologie sowie Bildende Kunst in Berlin. Außerdem absolvierte sie eine zehnjährige Cello-Ausbildung. Sie vertrete "mit ihrer deutlich zeichnerisch bestimmten Haltung eine abstrakt-konkret orientierte Position", urteilte die Jury. In ihren Zeichnungen kombiniere sie naturwissenschaftliche Konstanten mit performativen Abläufen.

Der Dix-Preis der Stadt Gera wird seit 1992 biennal ausgelobt und nach mehrjähriger Pause zum siebenten Mal vergeben. Im vergangenen Jahr war ein neues Konzept erarbeitet und mit der Electrabel Deutschland AG ein neuer Förderer gewonnen worden.


Weitere Informationen: Kunstsammlung Gera